GF15.12-P-0001F Zündsystem ME Funktion 10.12.99

MOTOR  104.941 /943 /944 /991 /994 ab 1.8.96
MOTOR  104.995
  mit CODE (494a) USA-Ausführung
  mit CODE (807) Modelljahr 1997
  mit CODE (808) Modelljahr 1998
  mit CODE (498) ab Modell-J. 97 Japan-Ausführung
MOTOR  111.921 /942 ab 1.9.98,
  111.943,
  111.944 ab 1.8.96,
  111.946 ab 1.6.98,
  111.947 /973,
  111.975 ab 1.8.96
MOTOR  111.945
  im TYP  208.335 /435 ab 1.6.98,
  202.020 /080 ab 1.9.98
MOTOR  111.974
  mit CODE (494a) USA-Ausführung
  mit CODE (807) Modelljahr 1997
  mit CODE (808) Modelljahr 1998
MOTOR  112.910 /911 /912 /913 /914 /916 /917 /920 /921 /922 /923 /940 /941 /942 /943 /944 /946 /947 /949 /953 /954 /955 /970 /972 /973 /975
MOTOR  113.940 /941 /942 /943 /948 /960 /961 /963 /965 /966 /967 /968 /969
MOTOR  119.980 /981 /982 /985
MOTOR  120.982 /983
MOTOR  137.970


P07.61-0374-09

Beispiel Zündsystem ME
A16 Klopfsensoren
B2/5 Heißfilm-Luftmassenmesser
B6/1 Hall-Geber Nockenwelle
B11/4 Temperaturfühler Kühlmittel
B17 Temperaturfühler Ansaugluft
(bei Motor 104, 111, 112, 113 im Heißfilm-Luftmassenmesser integriert)

B37 Geber Fahrpedal
K40 Relaismodul Typ 170, 210 bis 2/97
K40/4 Sicherungs- und Relaismodul Typ 202, 208,
Typ 210 ab 3/97, Typ 163 Bezeichnung F1

L5 Positionsgeber Kurbelwelle
M16/1 Stellglied Elektronisches Fahrpedal EFP/TPM/LLR
N3/10 Steuergerät ME
 
N15/3 Steuergerät EGS
N16/1 Grundmodul Typ 129, 140
N47-1 Steuergerät ASR, PML
N47-5 Steuergerät ESP, PML, BAS
N54 Steuergerät IFZ
R4 Zündkerzen
T1/1 Zündspulen
Motor 104, 111: eine Zweifunken-Zündspule
für zwei Zylinder
Motor 119, 120: eine Zündspule pro Zylinder

Motor 112, 113: eine Doppel-Zündspule pro Zylinder
X11/4 Prüfkupplung Diagnose
CAN Datenbus

Signalzuordnung
dargestellt Motor 119
1 Kurbelwinkel
2 Zylinder Zünd-OT
3 Signal Positionsgeber Kurbelwelle (L5)
4 Signal Hall-Geber Nockenwelle (B6/1)
5 Drehzahlsignal TNA
a Erkennung Zylinder 1
 
    P07.61-0217-05

Funktion
Durch die Zähne der Mitnehmerscheibe wird bei drehender Kurbelwelle im Positionsgeber Kurbelwelle eine Wechselspannung erzeugt. Dabei erzeugt jeder Zahn ein Wechselspannungssignal. Durch die Lücke von 2 fehlenden
  Zähnen wird keine Spannung erzeugt. Mit der 2. negativen Flanke nach der Lücke erkennt das Steuergerät ME die OT-Stellung der Kurbelwelle.











Ist zu diesem Zeitpunkt das Signal vom Hall-Geber Nockenwelle auf 0 Volt ("Low"), verarbeitet das Steuergerät ME dies zur Erkennung des Zünd-OT. Dies wird zur Ansteuerung der Zündspulen und Kraftstoff-Einspritzventile herangezogen.

Die Hochspannungsverteilung erfolgt ruhend. Vorteile der ruhenden Hochspannungsverteilung sind:
- wesentlich geringerer elektromagnetischer Störpegel (keine offenen Funken)
- keine rotierenden Teile
- Geräuschreduzierung
- weniger Hochspannungsverbindungen.
    1. Zündwinkel entsprechend der Eingangssignale
bestimmen, Zündspulen ansteuern und Zündfunken
auslösen.

Das Steuergerät ME wertet für die Zündwinkelbestimmung im wesentlichen folgende Signale aus:
- Motorlast
- Positionsgeber Kurbelwelle
- Hall-Geber Nockenwelle
- Temperaturfühler Kühlmittel
- Temperaturfühler Ansaugluft/Ladeluft.

Spulenzündung: Das Steuergerät ME unterbricht im Moment des Zündzeitpunktes masseseitig den Primärstromkreis der Zündspule.
Zündanlage ECI (Motor 137): Das Steuergerät ME steuert die Endstufen in den Zündmodulen ECI an.


Der Zündwinkel kann nur mit dem HHT/STAR DIAGNOSIS geprüft werden.

2. Zündwinkelanpassung

2.1 Katalysator-Aufheizung (Warmlauf)
Um den Katalysator schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, wird der Zündwinkel für ca. 20 Sekunden kontinuierlich nach "Spät" verstellt, wenn:
- Kühlmitteltemperatur beim Start > 15 °C und < 40 °C
- Wählhebelstellung P oder N.

Gleichzeitig wird die Leerlaufdrehzahl durch die Leerlaufdrehzahlregelung erhöht.

2.2 Leerlauf
Zur Unterstützung der Leerlaufdrehzahlregelung kann der Zündwinkel bis zu 36° KW nach "Spät" bzw. 20° KW nach "Früh" verstellt werden.
Der Eingriff durch die Zündwinkelveränderung reagiert schneller, als durch die Verstellung der Drosselklappe (Leerlaufregelung).

2.3 Schubabschaltung
Um beim Wiedereinsetzen der Verbrennung (Ansteuern der Kraftstoff-Einspritzventile) eine sprunghafte Drehmomentzunahme zu verhindern, wird der Zündwinkel kurzzeitig nach "Spät" verstelIt.
 

2.4 Ansaugluft-/Kühlmitteltemperatur
Um die Klopfneigung bei erhöhten Ansaug- und Kühlmitteltemperaturen zu verhindern, wird der Zündwinkel bei Last in Abhängigkeit von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur nach "Spät" verstellt. Die Zündwinkelverstellung nach "Spät" erfolgt:
- Ansauglufttemperatur > 35 °C
- Kühlmitteltemperatur > 105 °C.

Bei aufgeladenen Motoren wird anstelle der Ansauglufttemperatur die Ladelufttemperatur als Information zur Zündverstellung herangezogen.


Die Werte der Zündwinkelverstellung nach "Spät" von Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur addieren sich.






2.5 Getriebe Überlastschutz
Um die Schaltglieder des automatischen Getriebes bei Lastschaltung (1-2-1, 2-3-2) vor thermischer Überlastung zu schützen, wird der Zündwinkel während des Schaltvorganges kurzzeitig nach "Spät" verstellt und dadurch das Motordrehmoment reduziert. Dazu erhalten die Steuergeräte ME vom Steuergerät EGS (N15/3) über den CAN-Datenbus ein Signal.

2.6 ESP/ASR-Regelbetrieb
Um im ESP/ASR-Regelbetrieb das Motormoment möglichst rasch abzubauen, wird vor Eingriff durch das Stellglied Drosselklappe (Öffnungswinkel verringert) der Zündwinkel nach "Spät" verstellt. Die Information vom Steuergerät ESP/ASR erfolgt über den CAN-Datenbus zum Steuergerät ME.

2.7 Antiklopfregelung (AKR)
Bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) eines/mehrerer Zylinder(s) erfolgt eine Zündwinkelverstellung nach "Spät" an dem/den betreffenden Zylinder(n).
  2.8 Laufruheauswertung
Um den Katalysator bei Verbrennungsaussetzern vor thermischer Überlastung zu schützen und um die Abgaswerte einzuhalten, wird der Motorrundlauf ständig überwacht.
Sind Verbrennungsaussetzer an einem oder mehreren Zylindern erkannt, werden nach einer bestimmten Anzahl von Aussetzern die entsprechenden Kraftstoff-Einspritzventile nicht mehr angesteuert.
Motor 104, 111, 112, 113, 119, 120: Laufruheauswertung erfolgt durch die Signale vom Positionsgeber Kurbelwelle.
Motor 137: Erkennung Verbrennungsaussetzer durch Ionenstromsignal, siehe Zündanlage ECI Funktion.







2.9 Doppel-Zündung Motor 112, 113, 137
Für optimale Abgaswerte und ruhigen Motorlauf, sind aufgrund der Ventilanordnung zwei Zündkerzen pro Zylinder vorteilhaft.
Jede Zündkerze wird über eine eigene Zündspule seperat vom Steuergerät ME angesteuert. Bei Motor 112, 113 sind beide Zündspulen eines Zylinders in einer Doppel-Zündspule zusammengefasst.
Im unteren Teillastbereich bis ca. 2000/min werden beide Zündfunken eines Zylinders gleichzeitig ausgelöst. Bei mittlerer und hoher Last wird bis zu 10° KW versetzt gezündet. Dabei wird
 
die Reihenfolge der Ansteuerung ständig abgewechselt, um einen gleichmäßigen Verschleiß beider Zündkerzen zu erreichen und im Brennraum einseitige Ablagerungen zu verhindern.




Zur Fehlersuche in der Doppelzündung kann mit HHT oder STAR DIAGNOSIS nacheinander je ein Zündkreis ausgeschaltet werden.

  Zündsystem ME Funktionsschema Motor 104 GF15.12-P-0001-01D
    Motor 111 GF15.12-P-0001-01G
    Motor 112 GF15.12-P-0001-01A
    Motor 113 GF15.12-P-0001-01B
    Motor 119 GF15.12-P-0001-01E
    Motor 120 GF15.12-P-0001-01F
  Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion GF07.61-P-5000F
  Zündanlage ECI Funktion Motor 137 GF15.15-P-3000L
  Zündspulen Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion Motor 119, 120 GF15.10-P-3102F
    Motor 104, 111 GF15.10-P-3102G
    Motor 112, 113 GF15.10-P-3102A
  Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion   GF07.04-P-4116F
  Hall-Geber Nockenwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion   GF07.04-P-4117F
  Zündkerzen Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion   GF15.10-P-3101F
Temperaturfühler Ansaugluft Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion   GF07.04-P-2100F
Heißfilm-Luftmassenmesser Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion Motor 119, 120
(runder Anschlussstecker)
GF07.07-P-4118E
    Motor 104, 111, 112, 113, 137 GF07.07-P-4118G
  Temperaturfühler Kühlmittel Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion Motor 104, 111 GF07.04-P-5026G
    Motor 112, 113, 137 GF07.04-P-5026A
    Motor 119, 120 GF07.04-P-5026F
  Elektronisches Fahrpedal Anordnung/Aufbau/Funktion Motor 104, 111, 112, 113, 119, 137 GF30.20-P-3010E
    Motor 120 GF30.20-P-3010F
  Antiklopfregelung Funktion   GF15.12-P-4024F
  Getriebe Überlastschutz Funktion mit automatischem Getriebe
GF07.61-P-4026F
  Überhitzungs-/Klingelschutz Funktion   GF07.61-P-4027F
  Ansauglufttemperaturkorrektur Funktion   GF07.61-P-4028F
  Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge ME Funktion   GF07.61-P-4009F
  Zündsystem ME Signalzuordnung Motor 104 GF15.12-P-0001-02D
    Motor 111 GF15.12-P-0001-02G
    Motor 112 GF15.12-P-0001-02A
    Motor 113 GF15.12-P-0001-02B
    Motor 119 GF15.12-P-0001-02E
    Motor 120 GF15.12-P-0001-02F
    Motor 137 GF15.12-P-0001-02L
  Motordrehzahlsignal ME Funktion   GF07.61-P-3017F
  Steuergerät ASR V
Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion
mit Code 471a
Typ 129, 140, 202 ab 6/94, 170, 208, 210
GF42.40-P-4500A
  Steuergerät ESP
Anordnung/Aufgabe/Funktion
mit Code 472a
Typ 129 mit Motor 104, 119, 120
Typ 140
Typ 210 mit Motor 119
GF42.45-P-4500A
    mit Code 472a
Typ 129 mit Motor 112, 113
Typ 163 bis 8/02, 168, 215
Typ 220 (außer 220.08/18)
Typ 202, 208 mit Motor 112, 113
Typ 210 mit Motor 111, 112, 113
GF42.45-P-4500B
    mit Code 472a
Typ 170 mit Motor 111, 112
Typ 202, 208 mit Motor 111
Typ 203
GF42.45-P-4500C
    Typ 211, 230 GF42.45-P-4500SL
  Steuergerät EGS Anordnung/Aufgabe Getriebe 722.6 GF27.19-P-4012G